Kampagne: Hepatitis C ist tödlich, aber heilbar

In der Schweiz leben 40'000 Menschen mit Hepatitis C. 200 Personen sterben jedes Jahr daran. Ein Drittel der Betroffenen weiss jedoch nichts von der Infektion, da diese oft keine eindeutigen Symptome zeigt. Doch die gute Nachricht ist: Die Krankheit kann heute sehr gut geheilt und damit schwere Folgen wie Leberkrebs und andere Erkrankungen verhindert werden. Dies vermittelt die Kampagne von Hepatitis Schweiz, die im September 2020 in die nächste Runde geht.

Zuerst die schlechte Nachricht: Hepatitis C kann tödlich enden. Dann die gute: Die Krankheit ist in über 95 Prozent der Fälle und innert weniger Wochen heilbar. Das ist der Inhalt unserer Informationskampagne, die die Bevölkerung sowohl für Hepatitis C als auch für die sehr guten Heilungsaussichten sensibilisieren will. Pro Jahr sterben in der Schweiz rund 200 Personen an Hepatitis C, das sind gleich viele wie im Strassenverkehr.

Hepatitis C ist einer der wichtigsten Gründe für Leberkrebs und Lebertransplantationen. Gleichzeitig leiden viele Betroffene unter starker Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen und haben ein erhöhtes Risiko für andere chronische Erkrankungen. Da die Ansteckung oft viele Jahre zurückliegt und die Symptome in den meisten Fällen nicht mit einer Hepatitis-C-Infektion in Verbindung gebracht werden, weiss ein Drittel der Betroffenen nichts von der Infektion. Damit mehr Personen über ihre Krankheit Bescheid wissen, ruft die Kampagne alle dazu auf, sich über die Risiken zu informieren und sich allenfalls testen und behandeln zu lassen.

Was sind Risikosituationen?

Ein erhöhtes Risiko tragen Menschen, die vor 1992 Blutkonserven in der Schweiz erhalten haben. Weitere Risiken sind: das Injizieren oder Sniffen von Drogen, ärztliche Behandlungen in Schwellen- oder Entwicklungsländern oder auch das Stechen von Tattoos oder Piercings unter mangelhaften Hygienebedingungen. Da die Ansteckungen früher häufiger waren, sind Personen mit einem Jahrgang zwischen 1950 und 1985 besonders oft von Hepatitis C betroffen. Auch Erstgenerations-Einwanderer aus dem europäischen Mittelmeerraum - insbesondere Italiener, - die sich in ihrem Heimatland bei medizinischen Massnahmen angesteckt haben, gehören zu den besonders betroffenen Gruppen.

Und noch eine gute Nachricht: Der Hepatitis-C-Test ist völlig unkompliziert und kann bei jeder Hausärztin oder bei Teststellen und Behandlungszentren durchgeführt werden. Eine Liste der Teststellen und weitere Informationen finden Interessierte auf hep-check.ch.

Impressionen der Kampagne im Jahr 2019
Impressionen der Kampagne im Jahr 2019
Impressionen der Kampagne im Jahr 2019
Impressionen der Kampagne im Jahr 2019
Impressionen der Kampagne im Jahr 2019
Impressionen der Kampagne im Jahr 2019
Impressionen der Kampagne im Jahr 2019
Impressionen der Kampagne im Jahr 2019

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