Neue Kampagne: «Hepatitis C ist tödlich, aber heilbar»

In der Schweiz leben 40'000 Menschen mit Hepatitis C. 200 Personen sterben jedes Jahr daran. Ein Drittel der Betroffenen weiss jedoch nichts von der Infektion, da diese oft keine eindeutigen Symptome zeigt. Doch die gute Nachricht ist: Die Krankheit kann heute sehr gut geheilt und damit schwere Folgen wie Leberkrebs und andere Erkrankungen verhindert werden. Dies vermittelt die neue Kampagne von Hepatitis Schweiz.

Zuerst die schlechte Nachricht: Hepatitis C kann tödlich enden. Dann die gute: Die Krankheit ist in über 95 Prozent der Fälle und innert weniger Wochen heilbar. Das ist der Inhalt der neuen Informationskampagne des Vereins Hepatitis Schweiz, die die Bevölkerung sowohl für Hepatitis C als auch für die sehr guten Heilungsaussichten sensibilisieren will. «Unsere Botschaft ist klar positiv: Hepatitis C ist heilbar. Gleichzeitig handelt es sich um eine potenziell tödliche Krankheit, das darf nicht verharmlost werden», betont Bettina Maeschli, Geschäftsführerin von Hepatitis Schweiz. Pro Jahr sterben in der Schweiz rund 200 Personen an Hepatitis C, das sind gleich viele wie im Strassenverkehr. 

Hepatitis C ist einer der wichtigsten Gründe für Leberkrebs und Lebertransplantationen. Gleichzeitig leiden viele Betroffene unter starker Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen und haben ein erhöhtes Risiko für andere chronische Erkrankungen. Da die Ansteckung oft viele Jahre zurückliegt und die Symptome in den meisten Fällen nicht mit einer Hepatitis-C-Infektion in Verbindung gebracht werden, weiss ein Drittel der Betroffenen nichts von der Infektion. Damit mehr Personen über ihre Krankheit Bescheid wissen, ruft die Kampagne alle dazu auf, sich über die Risiken zu informieren und sich allenfalls testen und behandeln zu lassen.

Was sind Risikosituationen?

Ein erhöhtes Risiko tragen Menschen, die vor 1992 Blutkonserven in der Schweiz erhalten haben. Weitere Risiken sind: das Injizieren oder Sniffen von Drogen, ärztliche Behandlungen in Schwellen- oder Entwicklungsländern oder auch das Stechen von Tattoos oder Piercings unter mangelhaften Hygienebedingungen. Da die Ansteckungen früher häufiger waren, sind Personen mit einem Jahrgang zwischen 1950 und 1985 besonders oft von Hepatitis C betroffen. Auch Erstgenerations-Einwanderer aus dem europäischen Mittelmeerraum - insbesondere Italiener - die sich in ihrem Heimatland bei medizinischen Massnahmen angesteckt haben, gehören zu den besonders betroffenen Gruppen.

Und noch eine gute Nachricht: Der Hepatitis C-Test ist völlig unkompliziert und kann bei jeder Hausärztin oder bei Teststellen und Behandlungszentren durchgeführt werden. Eine Liste der Teststellen und weitere Informationen finden Interessierte auf: hep-check.ch.

Auskunft:

Bettina Maeschli, Geschäftsführerin Hepatitis Schweiz, E-Mail: bettina.maeschli@hepatitis-schweiz.ch, Tel: 076 412 33 35

Mit Rosen gegen Hepatitis C

Die Hepatitis-C-Kampagne ist ab dem 9. September auf E-Boards an grösseren Schweizer Bahnhöfen, auf Social-Media- und Online-Portalen präsent und spricht gezielt Personen mit erhöhtem Risiko an. Ergänzt werden die digitalen Massnahmen mit einer Rosen-Verteilaktion an fünf grossen Schweizer Bahnhöfen in allen drei Sprachregionen: Freiwillige und Ärzte verteilen Rosen, welche die noch nicht diagnostizierten betroffenen Menschen symbolisieren, an Passantinnen und Passanten und beantworten Fragen zu Hepatitis C. Die Kampagnen-Website enthält weitere Informationen und führt Interessierte zur nächsten Teststelle:

www.hep-check.ch

Die Kampagne wird unterstützt von Abbvie, der Aids-Hilfe Schweiz, Gilead, dem Labor medica und in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Hepatitis C Vereinigung SHCV umgesetzt.

www.hepatitis-schweiz.ch

 

Daten der Rosen-Promotion an den Bahnhöfen:

10.09. St. Gallen, ab 16:00 Uhr

11.09. Bern, ab 16:00 Uhr

12.09. Zürich und Lausanne, ab 16:00 Uhr

13.09. Lugano, ab 16:00 Uhr

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