Auch ohne fortgeschrittenen Leberschaden: Hepatitis-C-Therapie reduziert Mortalität

Auch bei Patientinnen und Patienten, bei denen die Hepatitis-C-Infektion die Leber noch nicht geschädigt hat, wird die Sterberate bei erfolgreicher Behandlung reduziert. Das zeigt eine neue Studie. Die Autoren werteten Daten von über 40'000 monoinfizierten Hepatitis-C-Patienten aus, die keine fortgeschrittene Lebererkrankung aufwiesen und die zwischen 2014 und 2017 mit antiviralen Medikamenten behandelt wurden. Verglichen wurden die Daten derjenigen Patienten, die eine Heilung erzielten, mit denjenigen, die nicht geheilt wurden. Sowie mit einer Vergleichsgruppe, die nicht behandelt wurde. Gegenüber der Gruppe, die keine Heilung erzielte, sank das Sterberisiko um 56 Prozent, gegenüber der Gruppe, die nicht behandelt wurde, gar um 68 Prozent.

Die Hepatitis-C-Behandlung senkt auch bei Patientinnen und Patienten ohne fortgeschrittenen Leberschaden die Sterberate signifikant. Das zeigt, dass eine frühzeitige Diagnose, eine lückenlose Versorgung und die Behandlung von Hepatitis-C-infizierten Personen unabhängig vom Fibrosestadium Priorität haben sollte. 

Quelle: Backus et al.: Direct-Acting Antiviral Sustained Virologic Response: Impact on Mortality in Patients Without Advanced Liver Disease, Hepatology Vol.68, N. 3, 2018: 

s. auch Editorial in derselben Ausgabe: Direct Acting Antivirals for Patients Without Advanced Liver Disease: All for Treatment and Treatment for All?

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