Hepatitis soll in das nationale HIV-Programm integriert werden

Nun hat auch der Nationalrat JA gesagt

Heute hat der Nationalrat JA gesagt zu einer Motion von Ständerat Damian Müller, die die Integration von Hepatitis in das nächste nationale HIV-Programm fordert. Damit folgt die grosse Kammer dem Ständerat, der den Vorstoss schon im Herbst angenommen hat. Hepatitis Schweiz ist erfreut und sieht dies als einen grossen Schritt in Richtung Elimination dieser gefährlichen Viruserkrankung.

80'000 Menschen leben mit Hepatitis B oder C in unserem Land. 200 Todesopfer fordert virale Hepatitis jedes Jahr, das sind gleich viele Personen, wie im Strassenverkehr sterben. Dies können wir verhindern. Denn gegen Hepatitis B schützt eine wirksame Impfung; Hepatitis C lässt sich heute einfach diagnostizieren, behandeln und in über 95 Prozent der Fälle auch heilen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO will Hepatitis B und C ebenso wie HIV bis 2030 eliminieren. Hepatitis Schweiz ist überzeugt, dass der gemeinsame Weg der Elimination dieser Infektionskrankheiten auch in der Schweiz zum Ziel führen wird. Die Integration von viraler Hepatitis in das nächste nationale HIV-Programm legt den Grundstein dafür. Einerseits, weil virale Hepatitis und HIV bezüglich Risikogruppen und Übertragungswegen viele Parallelen aufweisen. Andererseits, weil mit der Integration ins nationale Programm zukünftig wohl mehr Gelder des Bundes für die Elimination von viraler Hepatitis zur Verfügung stehen werden.

Bislang warf die öffentliche Hand nur 300'000 Franken pro Jahr für die Bekämpfung von viraler Hepatitis auf, viel zu wenig, um die Folgen dieser Viruserkrankung zu mildern. Nun gilt es, die richtigen und wirksamen Massnahmen im nationalen Programm zu konzipieren und umzusetzen.

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