Die CONCORDIA beteiligt sich ab sofort an den Kosten von Hepatitis-C-Medikamenten aus Indien

Medienmitteilung

Die CONCORDIA beteiligt sich ab sofort an den Kosten von Hepatitis-C-Medikamenten aus Indien

Hepatitis-C-Medikamente sind in der Schweiz sehr teuer und wegen Einschränkungen durch das Bundesamt für Gesundheit BAG nur bestimmten Patientengruppen vorbehalten. Deshalb kaufen immer mehr Betroffene günstige Lizenzprodukte aus dem Ausland. Neu vergütet die CONCORDIA ihren Versicherten einen grossen Teil der Kosten für Medikamente aus Indien.

Die Krankenversicherer dürfen die teuren Hepatitis-C-Medikamente gemäss den Bestimmungen des Bundesamts für Gesundheit nur sehr eingeschränkt vergüten. Deshalb importiert eine zunehmende Zahl von Hepatitis-C-Betroffenen in der Schweiz günstigere Hepatitis-C-Lizenzprodukte auf eigene Kosten aus Indien oder Bangladesch.

Das Netzwerk Schweizerische Hepatitis-Strategie empfiehlt Betroffenen, Bestellungen im Internet über den australischen FixHepC Buyers Club abzuwickeln. Diese gemeinnützige Organisation prüft die Quellen der Medikamente. Die Kosten von 1500 bis 1600 US-Dollar für eine dreimonatige Therapie mussten die Patienten bis jetzt selber tragen.

Neu unterstützt der Krankenversicherer CONCORDIA den Bestellweg über den FixHepC Buyers Club mit Leistungen aus der Zusatzversicherung. „Eine Kostenübernahme ist aus medizinischer und finanzieller Sicht sinnvoll. So können mehr Menschen von den gut wirksamen Medikamenten profitieren“, erklärt Dr. med. Jürg Vontobel, Geschäftsleitungsmitglied der CONCORDIA. Versicherte in schwieriger finanzieller Lage haben zudem die Möglichkeit, einen Antrag für die volle Kostenübernahme an die CONCORDIA zu stellen.

„Wir begrüssen diesen Schritt der CONCORDIA sehr“, sagt Philip Bruggmann, Leiter der Schweizerischen Hepatitis-Strategie. „Wir sehen immer wieder Patienten, die leiden, denen aber wegen der hohen Preise und der BAG-Regelung der Zugang zu Medikamenten in der Schweiz verwehrt bleibt.“

60'000 bis 80'000 Menschen in der Schweiz leiden an einer chronischen Hepatitis C. Nur die Hälfte von ihnen weiss von der Infektion. Wegen der hohen Preise der Medikamente und der BAG-Einschränkung auf Personen mit fortgeschrittenem Leberschaden oder Krankheitszeichen suchen immer mehr Betroffene nach Alternativen. Um zu verhindern, dass diese Personen Fälschungen aus dem Internet bestellen oder unbegleitet Medikamente einnehmen, empfehlen die Schweizerische Hepatitis-Strategie und Arud Zentren für Suchtmedizin den Bestellweg über den australischen FixHepC Buyers Club. Diese Non-Profit-Organisation kontrolliert die Herkunft der Medikamente und schliesst alle Bestellenden in eine Studie ein. Bis heute haben nach Angaben des FixHepC Buyers Club 50 Personen aus der Schweiz Hepatitis-C-Therapien bezogen.

Auskünfte:

Bettina Maeschli, Kommunikation Schweizerische Hepatitis-Strategie,
b.maeschli@arud.ch, 076 412 33 35

PD Dr. Philip Bruggmann, Leiter Schweizerische Hepatitis-Strategie,
p.bruggmann@arud.ch, 079 322 70 00

Links:

www.hepatitis-schweiz.ch
www.concordia.ch
www.fixhepc.com

 

Das Netzwerk Schweizerische Hepatitis-Strategie

Die Schweizerische Hepatitis-Strategie ist ein Netzwerk von über 80 ehrenamtlich tätigen Persönlichkeiten aus Medizin, Wirtschaft, Betroffenenorganisationen, Versicherern sowie Politik. Es besteht seit Anfang 2014 und wird von Ärzteorganisationen und einer Patientenorganisation getragen. Das Netzwerk hat eine Strategie erarbeitet und sich zum Ziel gesetzt, virale Hepatitis bis ins Jahr 2030 zu eliminieren. www.hepatitis-schweiz.ch.

Das Netzwerk Schweizerische Hepatitis-Strategie stellt auf seiner Homepage eine Bestellanleitung für Lizenzprodukte zur Verfügung. So kann sichergestellt werden, dass Medikamente über einen sicheren Kanal bezogen werden.

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