Anstieg der Hepatitis-A-Ansteckungen

Das Bundesamt für Gesundheit hat seit Anfang 2017 zweieinhalb Mal so viele Hepatitis-A-Ansteckungen verzeichnet wie in der gleichen Periode ein Jahr zuvor. Konkret wurden 41 Hepatitis-A-Fälle gemeldet. Im 2016 waren es im ersten Halbjahr 17 Fälle.

Der Anstieg betrifft vor allem Männer, bei denen drei Mal mehr Fälle gemeldet wurde als bei Frauen. Besonders betroffen ist die Altersgruppe der 25 bis 44-Jährigen. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit einem europaweiten Hepatitis-A-Ausbruch unter Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), der letztes Jahr festgestellt wurde.

Das BAG empfiehlt weiterhin die Impfung für Risikogruppen, unter die auch MSM fallen.

Zur Erinnerung: Hepatitis A überträgt sich vor allem über Trinkwasser oder Lebensmittel, die mit Fäkalien verunreinigt sind. Ebenso durch Sexualkontakte oder mangelnde Handhygiene. Die Ansteckung mit der sogenannten „Reisehepatitis“ erfolgt am häufigsten in Ländern mit tiefen Hygienestandards. Reisende in tropische Gebiete, im Mittelmeerraum und nach Osteuropa haben ein erhöhtes Hepatitis-A-Risiko. Gerade jetzt zur Reisezeit gilt: Sich über das Reiseziel bei einer Impfberatung informieren und sich gegebenfalls impfen lassen.

Mehr Informationen zu Hepatitis A: http://www.hepatitis-schweiz.ch/de/hepatitis-a

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